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Von der Garden Route via Westküste nach Cape Town

Der zweite Teil unserer Südafrika Reise im 2017 führt von Port Elizabeth zuerst der Garden Route entlang. Dabei steht vor allem der Aufenthalt in der Garden Route Game Lodge im Zentrum. Anschliessend führt die Reise weiter an die Westküste von Südafrika. Von Lamberts Bay, einem attraktiven kleinen Fischerdorf im touristischen Aufwind, folgen wir der Küste nach Süden bis nach Kapstadt. In der zweitgrössten Stadt Südafrikas verbringen wir die letzten Tage unserer Reise.

Garden Route und Garden Route Game Lodge

Port Elizabeth ist als Stadt nicht besonders sehenswert. Auf unserer ersten Reise nach Südafrika vor rund sechs Jahren konnten wir uns davon persönlich überzeugen. Deshalb lassen wir die Stadt links liegen und folgen dem Highway nach Westen. Während wir noch bei Sonnenschein losgefahren sind, werden die Wolken mit zunehmender Reisezeit immer dunkler. Bald schon fallen erste Regentropfen. Wir machen daher nur einen Halt bei der grossen Auto-Brücke über den Storms River und reisen anschliessend mehr oder weniger direkt nach Knysna weiter.

Der nächste Tag bringt bereits wieder schönes Wetter und wir treffen nach der Mittagszeit in der Garden Route Game Lodge bei Albertinia ein. Nicht nur können wir hier ein luxuriöses Chalet beziehen, sondern ist die Lodge auch dafür bekannt, sehr kinderfreundliche zu sein. Während fast überall in Südafrika die Game Drives (also die Pirschfahrten) erst ab 6 Jahren zugelassen sind, gibt es hier keine Altersbeschränkung. Nachträglich müssen wir sagen, dass es auch absolut keinen Grund für eine solche Beschränkung gibt. Unser Sohn wie auch die anderen anwesenden Kinder haben die Game Drives in keiner Art und Weise negativ beeinträchtigt. Im Gegenteil, es war toll mitanzusehen, wie unser Sohn die Tiere interessiert beobachten konnte. Wir verbringen die die nächsten Tage daher mit je einer Pirschfahrt bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sowie gemütlichem Sein in unserem Chalet oder der Lodge.

Der gebirgige Süden und die Westküste

Wir verlassen die Garden Route und fahren den Langenbergen sowie den Cederbergen entlang in nordwestlicher Richtung. Den einen oder anderen Abstecher in die gebirgige Landschaft ist dank unserem SUV Mietauto problemlos möglich. In rund zwei Tagesetappen gelangen wir dabei an die Westküste und erreichen das kleine Fischerdorf Lamberts Bay. Dieses gewinnt je länger je mehr an touristischer Bedeutung, welche vor allem von einer der grössten Kaptölpel-Kolonien herrührt. Leider reisen wir ausserhalb der Brutzeit, weshalb wir nur noch wenige Exemplare der schönen Vögel beobachten können. Da auch die Seelöwen kaum zu erspähen sind, ist die Tierwelt zu unserem Reisezeitpunkt kaum von grosser Bedeutung. Rückblickend hätten wir diesen Abstecher an die Westküste besser zu einem geeigneteren Zeitpunkt und nicht auf dieser Reise getätigt. Landschaftlich schön sind die Region und die Küstenlandschaft aber allemal.

Der Küste entlang nach Kapstadt

Von Lamberts Bay reisen wir der schönen Westküste von Südafrika entlang nach Süden. In Langebaan machen wir den ersten Halt des Tages und gönnen uns einige Zeit am schönen weiten Sandstrand der Lagune. Die Reise führt anschliessend durch den etwas weiter südlich gelegenen West Coast Nationalpark, welcher vor allem für die artenreiche Vogelwelt in und um die Lagune bekannt ist. Als Tagesziel erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang schlussendlich Kapstadt.

Die letzten drei Tage stehen dann ganz im Zeichen der tollen, touristisch attraktiven Stadt beim Kap der guten Hoffnung. Dabei darf ein Ausflug zu eben diesem Kap natürlich nicht fehlen. Besichtigt man dabei noch den einen oder anderen interessanten Ort auf der Route und macht das eine oder andere Landschaftsfoto, so braucht man dafür mehr oder weniger einen ganzen Tag. Dazu gehört aber auch ein Ausflug an die bekannte Boulders Beach mit der Brillenpinguin-Kolonie. Einen weiteren Tag verbringen wir mit einer Fahrt und einem Fussmarsch auf dem Table Mountain sowie dem Besuch der Waterfront.

Viel zu schnell ist es Zeit, die Rückreise anzutreten. Das Kinder-Reisebett von Gian spenden wir zusammen mit einem Sack Kinderkleider einer lokalen Hilfsorganisation für Kinder aus Südafrika, welche in Armut aufwachsen müssen. Das Mietauto geben wir am Flughafen von Kapstadt zurück und fliegen in einer ersten Etappe nach Johannesburg. Von dort reisen wir mit einem Nachtflug zurück nach Zürich-Kloten, wo unsere Südafrika-Reise 2017 leider endet.

Resümee

Unsere erste Reise nach Afrika mit Kleinkind führt uns vor allem an Orte, welche wir von früheren Reisen bereits gekannt hatten. Wir haben uns dabei bewusst auf malaria-freie Reiseziele beschränkt. Die oftmals skeptischen Befürchtungen anderer Personen bzgl. Reisen mit Kleinkind in Afrika haben sich ganz und gar nicht bewahrheitet – im Gegenteil. Wir sind vor allem von der Herzlichkeit und der Offenheit der Südafrikaner sehr beeindruckt. Egal, wo wir mit Gian unterwegs waren: stets fühlte man sich auch mit Kind (oder gerade deswegen) herzlich willkommen. Oftmals sind dadurch auch tolle Gespräche und Begegnungen erst möglich geworden.

Malaria-freie Safari-Destinationen werden je länger je populärer. Dass diese dabei mit den ganz grossen Parks wie dem Etosha oder dem Krüger Nationalpark nicht verglichen werden können, scheint aufgrund der geografischen Lagen und den Grössen der Parks logisch. Wir durften auf unseren vergangenen Reisen eben diese zwei grossen Parks bereits besuchen. Dennoch haben wir jetzt genau so tolle Tierbeobachtungen erleben dürfen. Und dabei hatten wir niemals das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die ersten Ferien mit unserem Sohn bleiben uns als wunderschöne Wochen in einem tollen Land bestimmt noch lange in Erinnerung!

 

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