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Lionsrock: Die erste Woche

Bereits ist eine Woche meines Volunteerings in Lionsrock um. Nach einer problemlosen Anreise nach Südafrika habe ich mich bereits eingelebt und vieles über die interessanten Raubkatzen gelernt.

Anreise

Endlich ist es soweit und das grosse Abenteuer beginnt. Nachdem ich schon den ganzen Bewerbungsprozess, die Vorbereitungen und schlussendlich das Packen hinter mich gebracht habe, ist es endlich Sonntagabend (4. Mai). Mit Jasmin zusammen fahre ich zum Flughafen Zürich, von wo aus ich mit einem Nachtflug direkt nach Johannesburg reise.

Am Montagmorgen (5. Mai) landen wir pünktlich in Johannesburg. Die Passkontrolle dauert fast eine Stunde, aber verläuft problemlos. Mein „Taxi“ steht auch schon bereit und Anél vom Lionsrock nimmt mich in der Ankunftshalle gleich in Empfang. Nachdem ich meine vorbestellte SIM-Karte im Vodacom Shop abgeholt habe, geht es mit dem Auto nach Süden. Wir legen einen kurzen Halt in Bethlehem ein, wo ich die wichtigsten Lebensmittel für die nächsten Tage einkaufen kann, bevor es endgültig nach Lionsrock geht.

Die Unterkunft für die nächsten vier Wochen liegt nicht bei der Lodge, sondern direkt neben dem Office ziemlich im Zentrum des ganzen Areals gelegen. Sie ist einfach eingerichtet, hat aber alles, um sich für die nächsten vier Wochen wohl zu fühlen.

Die ersten Tage

In der Nacht von Montag auf Dienstag werde ich mehrere Male von Löwengebrüll aus dem Schlaf gerissen. Ich hoffe, ich gewöhne mich rasch an diesen „Lärm“, welcher ab 04:00 Uhr intensiver wird. Es ist Feeding-Day, und das wissen die Tiere natürlich genau. Zuerst gibt es aber für uns Volontäre eine Führung über das ganze Gelände. Mit einem Safari-Jeep besuchen wir praktisch jedes Gehege und lernen die Geschichte der Tiere kennen. Am Nachmittag kann ich dann auch bereits tatkräftig mithelfen. Während die Tiere im Fütterungs-Gehege eingeschlossen sind, reinigen wir die grossen Gehege von alten Knochen, zerstörten Spielsachen und putzen den Wasser-Trog. Auch das Gras muss immer wieder zurückgeschnitten werden.

Am Mittwochmorgen begeben wir Volontäre uns das erste Mal zu Fuss auf die Runde. Wir sollten jeden Tag einigen Tieren einen Besuch abstatten und uns mit ihnen beschäftigen – so gut das halt geht durch einen meterhohen Gitterzaun. Die meisten dieser Tiere wurden von Hand aufgezogen und sind so sehr an den Menschen gewohnt, dass sie einerseits nur alleine gehalten werden können, andererseits die Interaktion mit Menschen aber notwendig haben. So wäre da zum Beispiel das wunderschöne Tigermännchen „Coda“, welches liebend gerne mit den Volontären am Zaun entlang läuft oder rennt, und sich mit Grunz- und Knurr-Lauten „unterhält“. Gleich nebenan ist das Leoparden-Gehege. Während das Männchen „Mike“ sehr scheu ist und nur selten zum Vorschein kommt, schleicht Tulani meistens sofort aus dem Busch und geniesst es, ebenfalls am Zaun entlang zu laufen und dazu zu knurren. Und als letztes Beispiel ist die Löwin „Andy“ zu nenne. Sie wurde als Jungtier als Foto-Objekt in Osteuropa gekauft. Als sie grösser wurde, konnten die Halterinnen das Tier nicht mehr behalten. Natürlich ist Andy die Menschen mehr als nur gewohnt. Sie liebt es, mit uns hin und her zu rennen und lässt sich (durch das Gittertor hindurch) liebend gerne kraulen.

Der Donnerstag ist immer auch „Enrichment-Day“. Das heisst, wir geben einigen Tieren (vor allem jenen, die alleine im Gehege sind) vorbereitete Spielsachen. Das können Kartonschachteln oder Säcke aus Jutte sein, die mit Laub, Heu oder sonstigem gefüllt sind und Gewürze enthalten. Die Raubkatzen reagieren unterschiedlich auf verschiedene Gewürze, und diese neuen Reize halten die Tiere aktiv.

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